Wir haben für Sie die Informationen aus dem DiGa Verzeichnis geordnet, geprüft, bewertet und mit den Informationen der Herstellerwebseiten ergänzt, respektive für Sie übersetzt...

Unabhängig & Transparent

Wir wollen Ihnen alle Informationen unabhängig Dritter zur Verfügung stellen, damit Sie eine rationale Entscheidung betreffend Ihrer Gesundheit treffen können. Unsere Beratung und das Bereitstellen dieser Informationen erfolgt für Sie kostenfrei. 

Der 31 Apps auf Rezept Vergleich

Sie finden alle gelisteten und verschreibungsfähigen Apps auf Rezept, Kritik, Kosten und vieles mehr in unserem Ratgeber. Lassen Sie sich gerne unverbindlich und kostenfrei beraten. Bitte beachten Sie den Disclaimer ganz unten. 

Apps Auf Rezept: Der Ratgeber

Inhalt:

Der Apps auf Rezept Ratgeber: Beantragung | Krankenkasse | Kosten | und vieles mehr…

Anbieter

  • Gelistete Anbieter
  • Zertifizierte Anbieter 


Prolog​

  • Ab wann gibt es Apps auf Rezept?
  • Welche Gesundheits Apps Kategorien gibt es?
  • Welche Einsatzgebiete gibt es?
  • Neu: Pflege Apps auf Rezept


Beantragung & Kostenübernahme

  • Wann darf mir ein Arzt eine App auf Rezept verschreiben?
  • Woher bekomme ich eine Kostenübernahme?
  • Wie kann ich eine App auf Rezept beantragen?

Kostenübersicht

  • Wie finanziert die Bundesregierung digitale Versorgungsansätze?
  • Wie viel Geld bekommen die Apps auf Rezept Anbieter?

Sicherheit

  • Chancen & Risiken
  • Pro & Contra?
  • Welche Qualitätskriterien gibt es?
  • Die ultimative Checkliste für Patienten
  • Wie sicher sind meine Daten?
  • Wie zuverlässig sind die Studien?
  • Wie sieht der Datenschutz aus?
  • Welche Voraussetzung müssen App Anbieter erfüllen?
  • Wie sieht das Prüfverfahren der Regierung aus?


Gesetz

  • Was ist das digitale Versorgungsgesetz?
  • Was ist das DiGA Verzeichnis?
  • Wie verändert sich die digitale Versorgung in Deutschland zukünftig?

Arztstimmen & Kritik

  • Was sagen Ärzte zu Apps auf Rezept?
  • Was Ärzte wissen müssen
  • Wie sieht Deutschland im internationalen Vergleich aus?


Quellenverzeichnis
Disclaimer

DiGA Anbieter im Überblick

CANKADO PRO-React Onco

Brustkrebs
Indikation: Krebs

Cara Care für Reizdarm

Reizdarmsyndrom
Indikation: Verdauung

Companion Patella by Medi

Knieschmerzen
Indiktion: Muskeln, Knochen, Gelenke

Deprexis

Depression
Indikation: Psyche 

Elevida

Multiple Sklerose
Indikation: Nervensystem

ESYSTA App & Portal

Diabetes Mellitus
Indikation: Hormone & Stoffwechsel

HelloBetter Diabetes und Depression

Diabetes Mellitus
Indikation: Hormone & Stoffwechsel

HelloBetter Ratiopharm chronischer Schmerz

Schmerzstörungen
Indiktion: Muskeln, Knochen, Gelenke

HelloBetter Stress und Burnout

Stress und Burnout
Indikation: Stress & Burnout

HelloBetter Vaginismus Plus

Vaginismus und Dyspareunie
Indikation: Psyche 

Invirto

Angst, Panikstörungen, Phobien
Indikation: Psyche 

Kalmeda

Tinnitus Aurium
Indikation: Ohren

Kranus Edera

Impotenz
Indikation: Nieren & Harnwege

M-sense Migräne

Migräne
Indikation: Nervensystem

Mawendo

Patella
Indiktion: Muskeln, Knochen, Gelenke

Mika

Psychische Unterstützung
Indikation: Krebs

Mindable

Panikstörungen und Agoraphobie
Indikation: Psyche 

Neolexon Aphasie

Aphasie
Sonstiges

NichtraucherHelden

Tabak und Rauchentwöhnung
Indikation: Psyche 

Novego

Depression
Indikation: Psyche 

Oviva Direkt

Adipositas
Indiktion: Hormone & Stoffwechsel

Rehappy

Schlaganfall
Indikation: Herz und Kreislauf

Selfapy Depression

Depression
Indikation: Psyche 

Selfapy Angst

Angststörung
Indikation: Psyche 

Selfapy Panik

Panikstörung
Indikation: Psyche 

Somnio

Ein- und Durchschlafstörungen
Indikation: Psyche 

Velibra

Panikstörungen und Phobien
Indikation: Psyche 

Vivira

Rückenschmerzen und Arthrose
Indiktion: Muskeln, Knochen, Gelenke

Vorvida

Alkoholkonsum
Indikation: Psyche 

Zanadio

Adipositas
Indikation: Hormone & Stoffwechsel

Meine Tinnitus App

Tinnitus Aurium
Indikation: Ohren

HelloBetter Panik

Panikstörungen
Indikation: Psyche

Vitadio

Diabetes Mellitus
Indikation: Hormone & Stoffwechsel

Ab wann und seit wann gibt es Apps auf Rezept? 

Durch das sogenannte Digitalisierungsgesetz haben ca. 72,5 Millionen gesetzlich Versicherte einen Anspruch auf eine Versorgung mit digitalen innovativen medizinischen Produkten wie beispielsweise digitale Gesundheits Apps.  Apps auf Rezept als Medizinprodukte wurden im Zuge der Realisierung des sogenannten Digitalisierungsgesetzes am 19. Dezember 2019 verabschiedet. Seitdem werden Gesundheits Apps neu im DIGA-Verzeichnis gelistet und können als erstattungsfähige Gesundheits Apps von Psychotherapeuten und Ärzten verordnet werden. Rezepte per Smartphone, die elektronische Patientenakte (ePa) kommt Anfang 2021, Videokonferenzen mit dem Arzt ersetzen den persönlichen Besuch und Apps für Diabetes Behandlungen werden zur Norm - die Corona Pandemie macht es möglich...

 

Apps auf Rezept 2020 in Deutschland kurz und knapp:

 

  • Jens Spahn hat Apps auf Rezept auf Kassenkosten ermöglicht
  • Gesundheits Apps wurden im Bundestag verabschiedet
  • Erstattungsfähige Gesundheits Apps können verordnet werden

 

Im folgenden Ratgeber finden Sie alle notwendigen Informationen z.B. wie Gesundheits Apps Erstattungen ablaufen, was ist die Gesundheits Apps Definition und eine Übersicht „die besten Gesundheits Apps“.

Welche Gesundheits Apps Kategorien gibt es?

Folgende Gesundheits Apps Kategorien gibt es:

 

  1. Medizinische Apps zur Unterstützung bei Diagnosen oder Therapien. Beispiel: Auswertung von Blutzuckerwerten.
  2. Service-orientierte-Apps zur Erinnerung von Medikamenten, zur Überwachung von Symptomen oder als Früherkennungswarnsystem, als Tagebuch für Krankheitsverläufe und als Kommunikationskanal mit Krankenassen oder Ärzten.
  3. Lifestyle Apps mit indirektem Bezug wie Ernährungsprotokolle, Jogging Tracker, Schrittzähler oder Fitnessarmbänder.

Welche Apps auf Rezept Einsatzgebiete sind denkbar?

  • Ratgeber für stillende Mütter und Schwangere
  • Elektronische digitale Tagebücher für Diabetiker, Bluthochdruckpatienten und Asthmatiker, respektive Allergiker
  • Erinnerungen & Dokumentationshilfen für die Einnahme von Medikamenten, respektive proaktive Hinweise bei Medikamentenwechselwirkungen
  • Übungen zum Umgang bei / mit Stress oder bei psychischen Erkrankungen
  • Einschlafhilfen
  • Meditationsübungen
  • Reduzierung von Verspannungen, Kopfschmerzen, Rückenleiden und Menstruationsbeschwerden
  • Reduzierung von Körpergewicht
  • Reduzierung von Angststörungen
  • Und vieles mehr...

 

Theoretisch sind der digitalen Versorgung keine Grenzen gesetzt, gleichwohl haben sich schon einige spitze Einsatzgebiete bei der Gesundheits Apps Prävention herauskristallisier:

 

  • Gesundheits Apps Diabetes: Speziell Apps auf Rezept für Diabetiker, also zur Kontrolle z.B. App für Blutzuckerwerte, respektive als Apps auf Rezept für Zuckerkranke
  • Gesundheits Apps Tinnitus: Speziell Apps auf Rezept für Tinnitus, respektive Apps auf Rezept gegen Tinnitus
  • Gesundheits Apps für Kinder
  • Gesundheits Apps für Senioren
  • Psychische Gesundheits Apps: Speziell Apps auf Rezept für psychische Erkrankungen, z.B. Apps bei Ängsten oder Angststörungen (App auf Rezept Angst)
  • Apps auf Rezept gegen Migräne

Pflege-Apps auf Rezept 

Potentielle Einsatzgebiete für Pflegeapps:

  • Verminderung Sturzrisiko (Beispiel lindera)
  • Gedächtnisspiele für Demenzerkrankte
  • Unterstützung bei Versorgungen von Druckgeschwüren
  • Kommunikation zwischen Arzt (Verordner), Klinik, Angehörigen, Pflegedient, Altenheim und Patient (Beispiel myo)
  • Schlaganfall Sprachtrainer (Beispiel neolexon)

Beantragung: 

Wann darf ein Arzt mir eine App auf Rezept verordnen?

Drei Kriterien müssen positiv erfüllt werden, damit Sie ein Rezept für eine App vom Arzt erhalten können:

 

  1. Ihnen liegt eine begründete Diagnose vor
  2. Ihr behandelnder Arzt hat Ihnen eine Gesundheitsapp verschrieben / verordnet
  3. Die Ihnen verordnete App muss vom BfArM im DiGA Verzeichnis gelistet sein 


Wie läuft eine Kostenübernahme von Gesundheits Apps ab? Wie bekomme ich eine App auf Rezept? Wie Apps auf Rezept beantragen?

Kostenpflichtige Gesundheits Apps können Sie auf unterschiedlichen Wegen erhalten:

 

Direkte Beantragung:

 

Auch ohne ärztliche Verordnung können Sie die App bei der Krankenkasse beantragen. Damit der Antrag bearbeitet werden kann, sind folgende Behandlungsunterlagen mit einzureichen: Diagnosen, Nachweise zu Ihren Beschwerden und wenn möglich eine ärztliche Bescheinigung Ihrer Indikation. Hier App auf Rezept beantragen:

 

DAK: App auf Rezept DAK per DAK App einreichen

Techniker: Apps auf Rezept TK

AOK: Apps auf Rezept AOK – 3 Möglichkeiten: Online Filiale, per Post oder vor Ort

Barmer: Apps auf Rezept Barmer

 

Rezept vom Therapeuten oder vom Arzt:

 

Alle im DiGA Verzeichnis gelisteten Apps können vom Arzt oder Psychotherapeuten verschrieben werden. Es wird Ihnen ein Rezept ausgestellt, welches Sie bei der Krankenkasse einreichen. Danach erhalten Sie einen Code zugeschickt, mit dem Sie die App kostenfrei herunterladen und nutzen können. Der App-Anbieter rechnet dann direkt mit Ihrer Krankenkasse ab.

Kosten: 

Wie finanziert die Bundesregierung innovative Versorgungsansätze?

Primär refinanziert der deutsche Innovationsfonds des Bundestages die Schaffung einer digitalen Gesundheitsökonomie. Der Innovationsfonds wurde verlängert und stellt bis zum Jahr 2024 jährlich eine Summe in Höhe von 200 Millionen Euro zur Verfügung. Damit werden Krankenkassen zukünftig in der Lage sein bedarfsgerecht und patientenorientiert Entwicklungen digitaler Innovationen zu fördern. Dies wird weiterhin durch das neue Getz ermöglicht, welches Krankenkassen es erlaubt, einen Teil ihrer Gelder in Beteiligungen als Wagniskapitalfonds in Startups zu investieren.

Wie viel Geld bekommen Apps auf Rezept Anbieter?

Alle Hersteller müssen die Erstattungskosten mit dem GKV-Spitzenverband individuell verhandeln. Die Tinnitus App kostet aktuell (Dez 2020) 116,97 € pro Patient im Quartal. Die Angststörungs App 476 € pro Patient im Quartal. 

Sicherheit:

Apps auf Rezept Chancen und Risiken? Gesundheits Apps pro und kontra?

Im Folgenden möchten wir Sie objektiv über die Chancen von Gesundheitsapps informieren, welche Qualitätssiegel es gibt und welche Vorteile und Nachteile Gesundheits Apps mit sich bringen:

Welche Qualitätskriterien gibt es?

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen objektiv zu bleiben und die Quellen zu überprüfen, es geht schließlich um Ihre persönliche Gesundheit. Bislang gibt es noch keine einheitlichen Qualitätskriterien und keine Norm zur Zweckbestimmung. Viele der Apps sind bislang noch nicht in Langzeitstudien wissenschaftlich auf ihren Nutzen erprobt, daher sollten Sie sich auf das DiGA Verzeichnis verlassen. Hilfreiche Apps werden hier anerkannt gelistet. Der Schaden einer falschen Messung oder Diagnose wäre fatal, daher empfehlen wir dringend zur Vorsicht von Werbeversprechen einzelner Anbieter. Neben dem DiGA-Verzeichnis gibt es auch ein Verzeichnis der Bertelsmann Stiftung zur Orientierung, welche Gesundheitsanwendungen intensiv bewertet und testet. Das Verzeichnis gliedert sich in: Herz, Kreislauf, Diabetes, Knochen, Psyche, Migräne, Gelenke etc.

Gibt es eine Apps auf Rezept Checkliste? Wie sollten Sie eine App auf Rezept auswählen und bewerten?

Die Verbraucherzentrale stellt folgende Inhalte in einer Checkliste zur Verfügung:

 

  1. Funktion: Stimmt die tatsächliche Funktion mit der versprochenen überein?
  2. Datenschutz: Werden die Daten an Dritte weitergebeben? Gibt es Hinweise darauf?
  3. Server: Wo werden die Daten gespeichert? Auf Ihrem Smartphone oder beim Anbieter?
  4. Kritische Werte: Wie geht die App mit kritischen Werten um?
  5. Verständlichkeit: Sind die Informationen plausibel und verständlich?
  6. Hersteller: Wer ist Hersteller der App? Ein Startup, Pharmaunternehmen, ein wissenschaftliches Institut oder ein Mediziner?

Apps auf Rezept Datensicherheit? Wie sicher sind meine Daten?

Passen Apps auf Rezept und Datenschutz zusammen? Wie wird der Datenschutz bei Gesundheits Apps reguliert? Hier spielt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine essenzielle Rolle, dazu aber folgend mehr Informationen:

 

Datensicherheit und speziell Datenschutz bei Gesundheits Apps sind höchste Priorität des BfArM. Patientendaten gehören zu den sensibelsten personenbezogenen Daten und unterliegen dadurch den höchsten Sicherheitsanforderungen. Konkret bedeutet das:

  • Anbieter von Apps auf Rezept dürfen Ihre Daten nicht speichern. Im Gegenteil, denn die DSGVO sieht eine Löschung explizit vor.
  • Verstöße werden umgehend mit Bußgeldern oder der Löschung in den Verzeichnissen geahndet

Ein Arzt hat in Deutschland mal gesagt, dass die höchste Sterberate nicht durch Krankheiten entsteht, sondern durch zu wenig Daten. Daher sollte man zwar penibel genau prüfen, jedoch auch die Chancen nicht verpassen, denn oft wissen wir gar nicht wer unsere Daten alles erhebt, welche Apps Zugriff auf Ihre Daten haben und was damit passiert. Wer ganz genau sein will, sollte die Allgemeinen Geschäftsbeziehungen und Datenschutzhinweise der Anbieter lesen und studieren, bei Verstößen die Verbraucherzentrale informieren.

Werden Apps auf Rezept von Patienten angenommen? Gibt es Apps auf Rezept Studien?

Der Branchenverband „Bitkom“ ist der Frage nachgegangen, ob die Deutschen sich eine App auf Rezept verschreiben lassen würden. In der Studie zu digitalen Gesundheitsangeboten wurden 1.193 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren befragt. Das Ergebnis: 59 % stehen der Nutzung positiv gegenüber, 38 % lehnen das Angebot ab und drei Prozent enthielten sich. Eine weitere Erkenntnis der Studie ist, dass die Bereitschaft zur Nutzung in der Altersgruppe ab 65 Jahren stark nachlässt. Die potentiellen Hürden: Technologie, Hardwareherausforderungen und eigene Unsicherheit. Hier muss mit breiten Schulungsangeboten nachgeholfen werden.

Wie sieht die Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums in Sachen Datenschutz aus?

  • Apps auf Rezept müssen frei von Werbung sein
  • Personendaten dürfen nicht für Werbung verwendet werden
  • Medizinische Inhalte sowie Informationen zur Gesundheit müssen den allgemeinen fachlich anerkannten Standards entsprechen

Welche Voraussetzungen muss eine App auf Rezept zwecks Zulassung erfüllen?

Jede digitale Gesundheitsanwendung muss sich intensiv vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) prüfen lassen. Besteht der Anbieter den Test, dann wird das Produkt im Verzeichnis erstattungsfähiger digitaler Gesundheitsanwendungen aufgenommen. Die Zeit von der Beantragung bis zur Zulassung dauert bis zu drei Monate.

 

Geprüft wird:

 

  • Datenschutz
  • Potentielle Gesundheitsrisiken durch Apps auf Rezept
  • Medizinischer Nutzen
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Interoperabilität

 

Gesundheitsapps Zulassung: Apps werden vom Digitalisierungsgesetz als zertifizierte Medizinprodukte der Risikogruppen I oder II klassifiziert. Der Antragssteller muss nachweisen, dass die App als Medizinprodukt mit niedrigem Risiko CE-zertifiziert ist. Damit stellt man sicher, dass Gesundheits Apps CE Kennzeichnungen transparent für hohe Anforderungen an Sicherheit, klinische Bewertung, Qualität, Risikobewertung und Leistungsfähigkeiten aufweisen. Damit der Prozess für alle Beteiligten möglichst unbürokratisch abläuft, wird die App ein Jahr lang vorläufig von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. In diesem einem Jahr muss der Anbieter nachweisen, dass die App die Versorgung der User verbessert hat. Leider gibt es noch kein offizielles Gütesiegel für Gesundheits Apps.

 

Anträge von Anbietern können seit Mai 2020 beim BfArM eingereicht werden. Die Details der Prüfung sind in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums vom 8. April 2020 geregelt.

Prüfungsstellen Apps auf Rezept:

Mit mehr als 750 Experten auf dem Gebiet der Medizinprodukte und über 30 Standorten weltweit prüft die TÜV SÜD als größte von der EU Benannte Stelle, die nach der MDR- und IVDR-Verordnung prüfen und zertifizieren darf potentielle DiGA Hersteller.

LTÜV Süd: Link

Gesetz:

Gesundheitsapps in Deutschland: Was gilt mit dem neuen Gesundheits Apps Gesetz?

Das Digitale-Versorgungs-Gesetz (DVG) wurde von der deutschen Bundesregierung verabschiedet und greift seit 2020. Im Kontext können nun bestimmte zertifizierte Gesundheits Apps von der gesetzlichen Krankasse übernommen oder erstattet werden. Es wurden jedoch nicht nur Apps auf Rezept verabschiedet, sondern auch weitere Maßnahmen zur Steigerung der digitalen Gesundheitsversorgung festgelegt. So werden digitale Videosprechstunden und elektronische Krankenakten in das Gesundheitssystem verbindlich eingeführt. Aber dabei bleibt es nicht, denn auch elektronische Rezepte (eRezept) und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen können zukünftig vom Arzt digital ausgesellt werden.  Weiterhin können Gesundheitsapps an die Einnahme von Medikamenten erinnern, Arzttermine können via Smartphone vereinbart werden, es lassen sich effektiver Tagebücher von Krankheitsverläufen und Symptomen dokumentieren sowie die Daten daraus können für die Wissenschaft verwendet werden.

Das Apps auf Rezept DIGA Verzeichnis: Gibt es eine Gesundheits Apps Liste? 

Digitale Gesundheitsanwendungen, kurz „DiGA“, werden in einem Verzeichnis gelistet und sind öffentlich einsehbar. Bisher sind zwei Handyapps auf Rezept im DiGA-Verzeichnis gelistet. Zum einen eine Hilfe bei Tinnitus, zum anderen eine Hilfe bei Angststörungen. Es folgen jedoch zeitnah weitere Anwendungen gegen Rückenschmerzen, zur Unterstützung bei der Medikamenteneinnahme, digitale Tagebücher für Diabetiker sowie begleitende Lösungen bei Schwangerschaften und Migräne. Das Potential ist enorm und wird zukünftig eine essenzielle Rolle im Gesundheitswesen einnehmen. Weitere mögliche Einsatzgebiete: Behinderungen, Verhütung, Schlaganfall, Inkontinenz und Herzinfarkt.

Was ist das DiGA Verzeichnis?

Im DiGA Verzeichnis werden Produkte gelistet, die zum Beispiel dafür entwickelt wurden, um Erkrankungen zu erkennen, respektive zu lindern, die Ärzte bei der Diagnose unterstützen und mit geringem Risiko unmittelbar den Patienten zu Gute kommen. Das DiGA Verzeichnis dient als Plattform für Patienten, Angehörige und Ärzte, es kann kausal alleine oder gemeinsam genutzt werden. Zu den digitalen Gesundheitsanwendungen zählen jedoch nicht nur die App vom Arzt, sondern auch web browserbasierte Lösungen. Die Plattform DiGA soll zukünftig weiter ausgebaut werden, damit der Datentransfer auch mit dritten Geräten wie Pulsmessern oder Fitnesstrackern möglich wird.

Was ist das Ziel vom DiGA?

Ziel des digitalen Versorgungsgesetzes ist es technologiegetrieben positive Versorgungseffekte zu erzeugen und die Lebensqualität positiv zu ändern. Der Gesundheitsminister Jens Spahn hat das Digitale-Versorgungs-Gesetz verabschiedet, da Patienten bislang Gesundheits Apps oft selbst zahlen mussten und es nur wenig Erstattungen der Krankenkassen gab, respektive nur spezielle Verträge zwischen App-Entwicklern und Krankenkassen möglich waren. Das machte es Startups schwer Lösungen zu designen, obwohl diese objektiv das Leben aller positiv beeinflussen können. Die Refinanzierung solcher Lösungen durch Startups und Unternehmen wird nun ermöglicht, was in der Makroökonomie nun eine Vielzahl an potentiellen Ideen auf dem Gesundheitsmarkt herbeiführt. Jens Spahn sagte dazu, Zitat: „dass er sich auf besser informierte Patienten und neue digitale Gesundheitsanwendungen freue, die nicht nur von Startups forciert werden, sondern auch von Krankenhausketten, Sanitätshäusern, Apotheken, Pharmaunternehmen und Plattformen wie Google oder Apple“.

Wie verändert sich die digitale Versorgung zukünftig in Deutschland?

  • Bis Ende September 2020 werden alle Apotheken und bis zum 01. Januar 2021 alle Krankenhäuser verpflichtet, sich an die TI (Telematik-Infrastruktur) anschließen zu lassen.
  • Physiotherapeuten, Hebammen und Rehabilitationseinrichtungen können sich freiwillig an die TI anschließen lassen, es wird jedoch dringend empfohlen, denn die Kosten für freiwillige Anbindungen werden erstattet.
  • Honorarabzüge von bis zu 2,5 % werden ab dem 01.03.2021 fällig, wenn sich Ärzte der Anbindung verweigern. Aktuell beträgt der Honorarabzug 1 %.
  • Videosprechstunden werden durch Krankenkassen erstattet. Prominente Beispiele: Teleclinic und Kry
  • Bürokratie und Zettelwirtschaft werden reduziert. Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und das elektronische Rezept sind dabei nur der Anfang.
  • Die Wissenschaft profitiert von großen Datenmengen, denn sie sind essenziell in der Gesundheitsforschung. Abrechnungsdaten werden dabei anonymisiert zusammengeführt und allokiert in Studien genutzt.
  • Die IT-Sicherheit wird erhöht und nachhaltig gestärkt, denn IT Sicherheitsstandards gelten verbindlich für alle Akteure des Gesundheitswesens. So soll die Datensicherheit der Patienteninformationen sichergestellt werden.
  • Das Sozialgesetzbuch wird modifiziert werden, denn 15 Jahre alte gesetzliche Grundlagen sind nicht mehr zeitgemäß. Der Umgang mit sensible Gesundheitsdaten benötigt rechtliche Rahmenbedingen und juristische Voraussetzungen. Daher wird das SGB V datenschutzrechtlich angepasst werden. 

 

News:

Auch der Anbieter Teleclinic startet ein Portal für die Verschreibung von Apps auf Rezept. Die Verschreibung der Apps wird nicht auf das KV Budget der Ärzte angerechnet, sondern extra budgetiert. Auch die Compugroup Medical hat seit November ein Portal gestartet, um die Verordnung von Apps zu vereinfachen. 

Auch der Bayer Konzern aus Leverkusen kooperiere mit dem Anbieter "m.Doc", um das Krankheitsmanagement von Patienten zu optimieren. "M.Doc" agiert dabei als digitaler Begleiter. Starten wird die App namens "it´s my life" mit einer Schlaganfall Prävention Lösung. 

Zahlen & Fakten

Bei einer Ärzteumfrage wurde erfragt, ob "Sie zukünftig Gesundheitsanwendungen verordnen werden?". Das Ergebnis:
2 % haben bereit eine DiGa verordnet
24 % werden zukünftig eine DiGa verschreiben
10 % wissen nicht was eine DiGa ist
15 % haben sich enthalten
28 % werden keine DiGa verordnen
21 % sind nicht zur Verordnung berechtigt

Quelle: Statista 2022

Anbieter

Aktuell sind 30 Anbieter im DiGa Verzeichnis gelistet. Im Jahr 2021 wurden über 73 Anträge gestellt, 50 vorläufig aufgenommen, 23 dauerhaft, 30 gelistet und 30 Anträge wurden wieder zurückgezogen. Im Jahr 2021 gab es mehr als 160 Beratungsgespräche mit Anbietern. 

2 %

Das Marktforschungsinstitut "YouGov" hat im Namen der Siemens Betriebskrankenkasse eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Das Ergebnis: Von 1.803 Befragten (primär mit teilweise schweren oder sogar chronischen Erkrankungen) haben nur zwei Prozent eine App auf Rezept verschrieben bekommen. 16 % nutzen jedoch Online Angebote, gleichwohl ohne ärztliches Rezept. 70 % finden jedoch Gesundheitsapps hilfreich. 

Unsere Vision

Es gibt eine einfache Wahrheit: Wenn Sie an das glauben, was Sie tun, können Sie Großes erreichen. Das ist der Grund, warum Ihnen bei der Erreichung Ihres Zieles helfen möchten.

Entwicklung der Apps auf Rezept Versorgungen

Vom 01.09.2020 bis 30.09.2021 wurden rund 50.000 DiGA Apps ärztlich verordnet und von den Krankenkassen kausal bewilligt. Von diesen Apps wurden 80 % aktiviert und genutzt. Was jedoch auffällt ist, dass nur 25 % der vorläufig gelisteten DiGA Apps dauerhaft aufgenommen werden. Das könnte laut unserer Redaktion an zwei Aspekten liegen. 1. Die positiven Versorgungseffekte konnten nicht statistisch bewiesen werden. 2. Die Apps wurden wieder entfernt, da das Produkt mit Aufnahme als Medizinprodukt gilt und man dieses laut Hilfsmittelwerbegesetz nur schwer bewerben kann.
Quelle: KGV-Spitzenverband

Kritik / Arztstimmen:

Was sagen Ärzte zu Apps per Rezept? Gibt es Apps auf Rezept Kritik? 

Unser Anspruch ist es, Sie bestmöglich mit diesem Informationsportal zu informieren, daher verweisen wir auch auf kritische Stimmen zu Gesundheitsapps.
 
Laut Barmer Umfrage wünschen sich 74 % der befragten Ärzte einen besseren Überblick über das bestehende App-Angebot. 56 % gaben an, sich aktuell noch schlecht für die Beratung gerüstet zu fühlen. Ärzte sind hier aber auch in der Holpflicht sich zu informieren, aber wie können sich Ärzte zu Apps auf Rezept informieren? Ärzte stehen den Gesundheits-Apps zur Diagnostik zunehmend positiver gegenüber. Das zeigt die Studie der Hamburger Stiftung Gesundheit. Diese besagt, dass die Akzeptanz bei den ersten Ärzten in den letzten sechs Jahren massiv gestiegen ist. Aktuell sagen 72 % der befragten Ärzte, dass sie die Apps bei gezieltem Einsatz für sehr hilfreich halten.

Auch, wenn der GKV-Spitzenverband Kritik zu den Kosten äußert, zeigen Studien des Spitzenverbandes digitale Gesundheitsversorgung, dass die Nachfrage nach Verordnungen neu gelisteter Apps im DiGa Verzeichnis im ersten Jahr 40 % betragen. 

Was Ärzte bei Apps auf Rezept wissen müssen:

Informationsquellen: (siehe unten Quellennachweise)
 

  • DiGA
  • BfArM
  • Krankenkassen
  • KBV
  • BÄK (Bundesärztekammer)

 
Die wesentlichen essenziellen Informationen zwecks Verordnung finden Sie im DiGA. Weiterhin werden diese Daten von Ihrem Praxisverwaltungssystem bereitgestellt. Schlüssel zur Verordnung einer bestimmten DiGA-VE) ist, analog z.B. zu unterschiedlichen Dosierungen und Packungsgrößen bei Arzneimitteln, die Pharmazentralnummer (PZN), die dazu auf dem Verordnungsvordruck im Muster 16 zu deklarieren ist.

Wichtig: Achten Sie auf Hinweise der KBV und Ihres Praxismanagement Anbieters.

Wie steht Deutschland im internationalen Vergleich dar? Wie sieht es in anderen Ländern aus?

Ganz klare Antwort: Wir stehen im digitalen Gesundheitswesen noch ganz am Anfang, jedoch wird das digitale Versorgungsgesetz ein neues Ökosystem in Gang setzen, indem sich neue Lösungen etablieren und innovative Apps entwickelt werden etc.
 
England: Der britische National Health Service bietet bereits eine Apps-Library mit klaren Empfehlungen an

Schweiz: Mit „eHealth Suisse“ gibt es eine zentrale Koordinationsstelle für digitale Gesundheit

Finnland: Die elektronische Patientenakte gibt es schon seit 2010. Sie enthält alle Daten wie Röntgenbilder, Diagnosen, Untersuchungsergebnisse und vieles mehr. Sogar Forscher und Wissenschaftler können diese Daten einsehen und nutzen, natürlich anonymisiert. 

Geprüfte Quellen:

 

Weisse Liste:

 

https://www.weisse-liste.de/de/arzt/arztsuche/

 

Bundesgesundheitsministerium:

Referentenentwurf_DVPMG.pdf (bundesgesundheitsministerium.de)

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/digital-healthcare-act.html

 

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19-lp/digav.html

 

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/D/Digitale_Versorgung_Gesetz_-_RefEntwurf.pdf

 

Berstelsmann-Stiftung:

 

https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/SpotGes_Gesundheits-Apps_dt_final_web.pdf

 

Bitkom.org:

 

https://www.bitkom.org/sites/default/files/2020-07/prasentation_digitalhealth2020.pdf

 

Spitzenverband digitale Gesundheitsversorgung:

 

https://digitalversorgt.de/

 

Hartmannbund:

 

https://www.hartmannbund.de/berufspolitik/umfragen/weiterbildung/hartmannbund-umfrage-gibt-anlass-zur-sorge-unterschiede-bei-fachrichtung-landesaerztekammer-und-arbeitgeber/

 

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte:

 

https://www.bfarm.de/DE/Home/home_node.html

 

https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Abgrenzung/MedicalApps/_node.html

 

Ärzteblatt.de:

 

https://www.aerzteblatt.de/archiv/207821/Mobile-Gesundheitsanwendungen-Welche-Evidenz-ist-noetig

 

Handelsblatt:

 

https://www.handelsblatt.com/technik/medizin/digitale-medizin-apps-auf-rezept-diese-zwei-anwendungen-zahlt-jetzt-die-krankenkasse/26243186.html

Verbraucherzentrale:

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/aerzte-und-kliniken/gesundheitsapps-medizinische-anwendungen-auf-rezept-41241

Stiftung Warentest:

https://www.test.de/presse/pressemitteilungen/Gesundheits-Apps-Die-richtige-finden-aber-wie-5014021-0/

 

Ungeprüfte Quellen:

 

TAB:

 

https://www.tab-beim-bundestag.de/de/aktuelles/20190313.html

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